Es geht auch ohne Töten! “Tassobericht”

1. Juni 2010
 
 
 
Bürgermeister in Bals/Rumänien dankbar für erneute deutsche Hilfe
 
Während die Regierung in Bukarest gerade über einen Gesetzesentwurf berät, der das erneute massenweise Töten von Straßenhunden im ganzen Land legalisieren soll, geht der Bürgermeister von Bals – Madalin Ady Teodosescu – andere Wege. 172 Hündinnen, 94 Rüden, 22 Katzen und 14 Kater wurden in nur 10 Tagen in der kleinen Stadt kastriert. Möglich wurde die Aktion nicht nur, weil das dreiköpfige Team vom Tierärzte Pool rund um Thomas Busch bis zum Umfallen operiert hat und die AGILA Haustierversicherung aus Hannover zusammen mit TASSO die Kastrationen finanziell ermöglicht hat. Möglich wurde sie vor allem, weil der Bürgermeister der Stadt die Idee der Tierschützer vor Ort voll und ganz unterstützt. “Castrate and Release” bedeutet Hilfe durch Selbsthilfe durch Kastrieren der Tiere und Aussetzen in der gewohnten Umgebung. Teodosescu hatte die Hilfsaktion der Deutschen zum wiederholten Mal lange vorbereitet und die Bevölkerung mit Plakaten dazu aufgerufen, ihre Haustiere kastrieren zu lassen. Für Rumänien, einem Land in dem das Töten der Hunde vielleicht schon bald wieder befürwortet werden könnte, eine revolutionäre Einstellung zum Thema Straßenhunde. Das Beispiel “Bals” zeigt, dass man seine Tiere nicht massenweise grausam töten muss, um das Problem der unzähligen Straßenhunde zu lösen. Die Verantwortlichen vor Ort haben erkannt, dass man andere Wege gehen kann und Bals wird irgendwann die erste Stadt Rumäniens ohne Straßenhunde sein.

Bilder und Berichte zur Kastrationsaktion: www.tieraerzte-pool.de
Danksagung an Bürgermeister Teodosescu: primaria@bals.ro

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2. Mai 2010

Ab 20 Grad Celsius wird das Auto zur tödlichen Falle –
Erfolgreiche Aktion “Hund im Backofen” auch 2010!

Jahr für Jahr sterben im Sommer immer wieder Hunde qualvoll im Auto, weil den Besitzern die Gefahren nicht bewusst sind. Bereits ab 20 Grad Celsius Außentemperatur wird das Auto zur Hitze-Falle für einen eingesperrten Hund. Das Autoinnere kann sich bei steigenden Temperaturen schnell auf über 50 Grad Celsius aufheizen! Dabei reichen schon wenige Minuten aus, um den Hund dann in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen. Auch ein Fenster, das nur einen Spalt offen ist, kühlt nicht ausreichend! Hunde und Katzen regulieren den Wärmeaustausch über Hecheln. Die dadurch entstehende Wasserverdunstung muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Hat es dazu keine Möglichkeit, kommt es zur Hyperthermie, d.h. die Körpertemperatur steigt an. Erste Anzeichen eines Hitzschlages sind: Unruhe, eine weitherausgestreckte Zunge bei gestrecktem Hals, Taumeln, Erschöpfung. Ab 40 Grad Celsius Körpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf.

TASSO hatte letztes Jahr die Aufklärungs-Aktion “Hund im Backofen” gestartet, an der sich über 8.000 Menschen beteiligten. Mehr als 600.000 kostenlose Informationskarten zum Verteilen wurden angefordert. Helfen Sie mit, andere Hundehalter zu informieren. Fordern Sie jetzt unser kostenloses Informationsmaterial mit Tipps zur ersten Hilfe bei Hitzschlag zum Verteilen an. Beobachten Sie einen Hund in einer Notsituation im Auto, zögern Sie nicht, die Polizei zu rufen!

© Copyright TASSO e.V.

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Kampagne Wühltischwelpen – nein Danke!

27. Februar 2010

Presse-Mitteilung

 

Kampagne Wühltischwelpen – nein Danke!
Immer mehr Betroffene melden sich

 

Schon jetzt schlägt die Kampagne “Wühltischwelpen – nein Danke!” hohe Wellen. Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN), TASSO e.V. und der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (bmt) hatten die Aktion im Dezember 2009 gemeinsam gestartet. Laut TASSO berichteten bisher rund 100 Betroffene von ihren Erfahrungen mit unseriösen Hundehändlern. Über 2300 Menschen hätten das Informationsmaterial angefordert und etwa 100.000 Informationskarten verteilt. Die überwältigende Resonanz der Betroffenen zeige, dass sich der Welpenhandel für viele unseriöse Züchter zu einem lukrativen Geschäft entwickelt hat. Daher werden die drei Tierschutzorganisationen ihre Aufklärungsarbeit in den nächsten Monaten verstärkt fortführen.

“Es ist erschreckend, mit welcher Skrupellosigkeit die unseriösen Züchter vorgehen”, kommentieren ETN, TASSO und der bmt die erste Auswertung der Erfahrungsberichte. “Das Mitleid und die Tierliebe der Menschen wird von gewissenlosen Händlern ausgenutzt, um Profit zu machen – auf Kosten der Tiere, aber auch der Menschen, die ihren Welpen leiden und sterben sehen.” Denn einhellig berichten die Betroffenen auf der Homepage von TASSO von kranken Tieren, die langwierig, aber erfolglos von den Tierärzten behandelt wurden. Sarah G. schreibt: “… Meine Hündin ist jetzt 7 Monate und todkrank, und ich bin am verzweifeln.” Und ein anderer Betroffener berichtet: “Ich habe es damals auch gemacht, und dann war der Welpe voll mit Würmern und Flöhen und starb kurze Zeit später. Man hat mir gesagt er wäre 9 Wochen alt, dabei war er laut Tierarzt gerade ein paar Tage alt, viel zu früh vom Muttertier weg.”

Neben dem Verlust des Tieres haben offenbar alle Tierhalter zudem hohe Tierarztkosten zu beklagen, die die durch den vermeintlich günstigen Preis beim Kauf des Rassewelpen gesparte Summe um ein Vielfaches übersteige. Ein Mitarbeiter eines Zoofachgeschäfts bestätigt die Erfahrungen der Tierschützer: „Bald wöchentlich erscheinen zur Zeit Kunden mit Welpen kleiner Rassen. Auf Nachfrage geben die Leute als Alter meist 4-6 Wochen an, haben keine Ahnung von der Ernährung, und meist sind sie über das Internet an den Hund gekommen. Meine Kollegen und ich sind jedesmal entsetzt und versuchen den Leuten klar zu machen, dass sie damit diesen Handel forcieren. Die Antworten sind meist: war günstig, tat mir so leid, Papiere brauche ich nicht usw. Manche dieser Hunde sehen schon krank aus, und wir versuchen alles, die Leute sofort zum Tierarzt zu schicken.“

ETN, TASSO und bmt erneuern angesichts dieser erschreckenden Berichte ihren Appell, keine Welpen zu Schnäppchenpreisen zu kaufen und sich vor dem Kauf genau über die Herkunft des Tieres zu informieren. Auch Mitleid, so die Tierschutzorganisationen, sei ein schlechter Ratgeber beim Kauf von Tieren. Worauf Interessenten beim Kauf eines Hundes achten sollten, haben ETN, Tasso und bmt in einem Positionspapier zusammengefasst. Es findet sich, zusammen mit weiteren Informationen, auf den Websites der drei Organisationen.

 

 

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Telefon: +49 (0)6190 93 73 00 - Telefax: +49 (0)6190 93 74 00
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24. Februar 2010

 

 

Kostenloser Tierarztservice bei TASSO

 

Was tun, wenn die Katze unter Niereninsuffizienz leidet, der Hund unerklärlich viel Fell verliert oder der Hamster verhaltensauffällig ist? Das TASSO Tierärzte-Team Dr. Anette Fach, Marcus Lewitschek und Christian Bank stehen allen Tierhaltern mit ihrer langjährigen Erfahrung zu tiermedizinischen Fragen auf www.tasso.net gerne zur Seite. Der im September 2009 ins Leben gerufene Service ist für einen ersten fachlichen Ratschlag oder eine Zweitmeinung gedacht. Er ersetzt auf gar keinen Fall die Untersuchung des Tieres beim eigenen Tierarzt.

Besuchen Sie uns auf www.tasso.net wenn Sie selbst eine Frage zur Gesundheit Ihres Tieres haben oder wenn Sie das Thema Tiermedizin grundsätzlich interessiert.

 

 

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Mein ganz besonderer November

27. Dezember 2009

Es war Anfang November 2009 als mich mein Frauchen morgens nach Steinsberg zur Hundepension Döhren brachte. Ich konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen, dass ich 4 Wochen hier bleiben darf.
Es ist ja irgendwie doch noch mein 2. Zuhause, denn ich bin schließlich hier geboren und habe mein erstes Lebensjahr und so manche Urlaube hier verbracht. Frauchen sagte dann ganz leise zu Detlef meinem alten Herrchen, dann bis in 4 Wochen. Das hab ich gehört und mich tierisch gefreut, Frauchen habe ich das natürlich nicht gezeigt sonst wäre sie bestimmt traurig gewesen. Ich konnte jetzt mit meinen alten Kumpels spielen oder nur abhängen und hier gibt es ja auch was zu fressen, das hat sich ja nicht geändert. So vergingen die ersten Tage, nach 10 von denen stand plötzlich und unerwartet mein Frauchen im Hof und meinte ich solle mitkommen.
Ich hab mich natürlich in Labi-Manier gefreut (Bin Frauchen fast ins Gesicht gesprungen) Darüber war mein altes Frauchen natürlich nicht begeistert, sie meinte nur, meine guten Sitten seien den Bach runter gegangen.
Mein Frauchen ist mit mir dann ziemlich weit gefahren und dann kamen wir an einem schönen Hotel an. Wir sind zum Empfang und ich wurde stürmisch begrüßt die hatten sogar Leckerlies für mich. Dann kam auch noch mein Herrchen und ich habe mich wieder in Labi-Manier gefreut.
Aber irgendwas war merkwürdig, hier waren viele Leute die im Rollstuhl gesessen haben oder so ein komisches Teil vor sich her schoben, später habe ich erfahren, dass man das Teil Rollartor nennt.
Wo war ich hier nur, ein normales Hotel konnte dies nicht sein. Frauchen erklärte mir dann auf dem Zimmer das, das hier eine Parkinson-Klinik sei. Also war bellen und knurren verboten, aber das versteht sich ja von selbst, ich bin ja schließlich eine erwachsene Labradorhündin und für diese Zwecke ideal geeignet.
Abends sind Frauchen und ich dann wieder nach Hause, habe schon dacht das ich wieder nach Steinsberg soll (was ja auch toll gewesen wäre).Nein, wir haben nur zu Hause geschlafen und sind am nächsten Tag wieder zu Herrchen und dann habe ich erfahren das ich die restliche Zeit des Klinikaufenthaltes bei Herrchen und Frauchen bleiben durfte. Ich bin natürlich stolz durch die Klinik gelaufen und habe mich von meiner Schokoladenseite gezeigt. Jeder der mich streicheln wollte, durfte dies tun,
denn ich bin ja auch keine gesundheitliche Gefahr für die Patienten, werde schließlich alle 3 Monate und nach jedem Pensionsaufenthalt entwurmt und geimpft bin ich auch, meine Tierärztin bekommt mich auch regelmäßig zu sehen. Es war richtig schön so von allen bewundert zu werden.

Die Pfleger, Krankenschwestern und die Ärzte fanden mich wohl auch nett, keiner hat sich über mich beschwert.
Die Patienten haben sich über mich gefreut und meine freundliche und liebenswerte Art genossen. Ich glaube ich habe bei vielen Leuten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Ich hatte sogar beim Chef der Mucki-Bude mein Lekerli-Depot, er war immer ganz begeistert, wenn ich mich höflich für die Leckerlis bedankt habe. Er hat die Hand an sein Ohr gelegt und ich habe gebellt, natürlich ganz leise, damit ich niemand störe oder einen Schrecken einjage.
Die Nachtschwester hat mir immer Leckerlis von Ihrem Dackel mitgebracht, die habe ich schon immer erwartet und mich gefreut, wenn Herrchen nach ihr klingeln musste. Manchmal kam sie auch zu mir, ohne das Herrchen klingelte. Zur Sprachtherapie durfte ich auch mit, das erste Mal war schon merkwürdig, habe mir das Alles aufmerksam angehört und damit die Therapeutin zum Lachen gebracht. Beim nächsten Mal habe ich mich hingelegt und lieber ein Schläfchen gehalten.
Bei den Mahlzeiten der Menschen habe ich unter dem Tisch gelegen und viele Leute haben nach mir gefragt, wo ich denn wäre.
Die Chefs von der Klinik waren auch sehr nett, dass sie mir überhaupt erlaubt haben mit hier her zu kommen. Habe sie persönlich kennen gelernt, sehr nette Menschen die selbst Hunde haben.
Als wir dann nach Hause durften waren viele Leute traurig, dass ich weg muss.
Ich auch, denn ich habe mich hier richtig wohl gefühlt.

Vielen Dank für die schönen Erfahrungen und Tage in der Gertrudis Klinik.

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Es war einmal unterm Weihnachtsbaum

22. Dezember 2009

Eingepackt in Geschenkpapier,

so erschnüffelte das Hundetier,

befanden sich – saftig, lecker, fein -

ein, zwei, drei Stück Ohren vom Schwein.

 

Ran an das Geschenkeband, weg mit dem Papier,

der Hund ist wie von Sinnen: “Die Ohren sind MIR !”

Die Augen am Leuchten,

der Magen schon knurrt.

Was ist das Geschenkeband nur so festgezurrt !?

 

Doch die Mühe, die lohnt sich,

nun liegen sie da

und es denkt sich der Hund – noch am Kauen -:

“Weihnachten ist wunderbar!”

 

All unseren Hundefreunden wünschen wir ein fröhliches Weihnachtsfest mit vielen Leckerli, Schweineohren, Kauknochen usw. und das wir uns im nächsten Jahr wieder auf dem Hundeplatz treffen um den angefutterten Weihnachtsspeck wieder abzutrainieren.

 

Eiko und Pierrot

Schweinegrippe

17. November 2009

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Schweinegrippe
Ansteckend oder ungefährlich für unsere Haustiere?

 

Die Frage, ob die sogenannte Schweinegrippe auch auf unsere Haustiere übertragbar ist, beschäftigt derzeit viele Tierfreunde. Allerdings ist die Bezeichnung Schweinegrippe sehr irreführend. Denn bei dem Virus H1N1, das laut Informationen des Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit nur von Mensch zu Mensch übertragen wird, handelt es sich im Gegensatz zur Vogelgrippe um eine Humaninfektion. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht daher auch von der „Nordamerikanischen Grippe“. Das Virus wurde bisher weder bei Schweinen noch bei Haustieren nachgewiesen. Deshalb seien besondere Vorsichtsmaßnahmen für Hunde und Katzen derzeit nicht nötig. Aus diesen Gründen sei auch nicht zu befürchten, dass Haustiere den Menschen anstecken könnten. Die momentane Entwarnung bedeutet allerdings nicht, dass sich die Sachlage nicht ändern könnte.  Denn wie sich die Situation weiter entwickelt, kann niemand sagen. Grundsätzlich kann jedes Virus mutieren und damit gefährlich werden.

Weitere interessante Links:
Friedrich-Löffler-Institut
Bundesinstitut für Risikobewertung
Bundesministerium für Gesundheit
Robert-Koch-Institut

 

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Telefon: +49 (0)6190 93 73 00 - Telefax: +49 (0)6190 93 74 00
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Schweinegrippe
Ansteckend oder ungefährlich für unsere Haustiere?

 

Leider ist uns bei dem Verweis auf die weiterführenden Links in unserem gestrigen Newsletter “Schweinegrippe” ein Fehler unterlaufen. Wir bitten hierfür um Entschuldigung.

Anbei die richtigen Links:

Friedrich-Löffler-Institut

Bundesinstitut für Risikobewertung

Bundesministerium für Gesundheit

Robert-Koch-Institut

 

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Gänse leiden das ganze Jahr!

7. November 2009

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Nicht nur am Martinstag und zu Weihnachten:
Gänse leiden das ganze Jahr

 
1,5 Millionen Gänse landen jedes Jahr auf deutschen Tellern. Den wenigsten Menschen ist bewusst, welches Leid die Gans bis zu diesem Zeitpunkt erfahren hat. Denn das Leben einer deutschen Mastgans ist alles andere als schön. Die meiste Zeit ihres ohnehin nur 84 Tage dauernden Lebens verbringt sie bei Kunstlicht in viel zu engen Drahtkäfigen und wird gemästet, um möglichst schnell an Gewicht zuzunehmen. Ungarn, Polen und Frankreich sind die Hauptlieferanten für diese zweifelhafte Delikatesse, weil die deutsche Produktion die Nachfrage gar nicht mehr decken kann.  ”Mit der Wahl von Biogänsen weiß man zumindest, dass das Tier im Freien und immerhin einige Monate leben durfte”, rät Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO allen Tierfreunden, die auf Fleisch nicht verzichten möchten. Diese ethische Frage muss also jeder für sich entscheiden. Das Lebendrupfen der Gänse wird von der Tierschutzorganisation allerdings auf das Schärfste kritisiert. Hier darf es kein “ja, aber” geben. Bis zu vier Mal im Jahr werden den Tieren bei lebendigem Leib und unter starken körperlichen und seelischen Qualen die Daunen ausgerissen. Oft genug werden die Tiere dabei massiv verletzt. Eine Traumatisierung erleiden sie allemal, wie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten e.V. berichtet. Den Arbeitern sind die Tiere ziemlich egal, es geht um das schnelle Geld und das wird pro gerupfter Gans bezahlt. Leider gibt es kein Gütesiegel, das darüber Auskunft gibt, ob es sich um einen grausamen Lebendrupf oder einen Tod-Rupf, bei dem die Tiere dann zumindest keine Schmerzen erleiden müssen, handelt. Selbst wenn man ein Etikett mit “Tod-Rupf” entdeckt, heißt das nicht, dass die Gans nicht schon ihr ganzes Leben lang gerupft wurde. Da bleibt dem Verbraucher nur eins: Auf Daunenprodukte in Zukunft ganz zu verzichten!
 

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Wenn Hunde und Katzen sich ständig kratzen

1. November 2009

 

 

Nicht immer sind Flöhe im Spiel, wenn sich unsere Vierbeiner unentwegt kratzen. Es kann sich auch um einen Befall mit Herbstgrasmilben handeln. Die Herbstgrasmilbe gehört zu den Spinnentieren, sie ist weltweit verbreitet und findet sich häufig auf Wiesen und in Gärten. Jetzt im Herbst schlüpfen die Larven der Milbe und lauern bevorzugt auf Grashalmen auf ihre Opfer. Die erkennen sie am Geruch, Hunde und Katze gehören ebenso dazu wie Menschen. Die Larven lassen sich von den Grashalmen abstreifen und suchen dann ein geschütztes Plätzchen, wo sie mit ihren Mundwerkzeugen die Haut anbohren. Dabei sondern sie ein Sekret ab, das die unteren Hautschichten auflöst. Diese Mischung dient ihnen dann als Nahrung. Herbstgrasmilben saugen zwar kein Blut wie Flöhe oder Zecken, die Folgen für das Opfer sind aber vergleichbar: Das Immunsystem reagiert auf den Speichel der Parasiten mit stark juckenden Quaddeln. Gerade sehr junge Milben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, sie sind gerade mal 0,3 Millimeter groß. Um festzustellen, ob Hunde oder Katzen befallen sind, legt man neben ihren Schlafplatz ein großes Stück weißes Papier. Das lockt die Tiere an und verrät ihre Anwesenheit. Zur Behandlung befallener Tiere sollte das Fell zunächst sorgfältig ausgebürstet und die Haut anschließend mit einem geeigneten chemischen Mittel aus der Apotheke oder vom Tierarzt eingerieben werden. “Obwohl in vielen Online-Foren dafür geworben wird: Neemöl – das Öl des Neembaums – hilft nur gegen die Eier der Herbstgrasmilben, und die liegen im Gras”,  erklärt Dr. Rolf Wilcken, Leiter der Abteilung Kleintiere der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher. “Bereits geschlüpften Tieren und solchen, die im Fell sitzen, kann es nichts anhaben.”

 

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17. Oktober 2009
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EU-Tierversuchs-Richtlinie 86/609 –
Neue Hoffnung für Millionen von Versuchstieren

 

Sie ist kaum bekannt, hat aber enorme Konsequenzen für Millionen von Versuchstieren: die EU Tierversuchs-Richtlinie 86/609. Sie setzt Mindeststandards für Tierversuche in Europa. Damit entscheidet sie über Leben und Tod von Millionen von Versuchstieren. Die Richtlinie ist über 20 Jahre alt und bedarf demzufolge dringend der Überarbeitung. Im November 2008 legte die EU-Kommission deshalb den Entwurf für eine Novellierung vor. Leider stimmte das EU-Parlament im Mai 2009 nicht im Sinne der Versuchstiere ab. So sollen Tierversuche ohne Rücksicht auf Schmerzen und Leiden der Tiere auch weiterhin möglich sein. In den EU-Gremien laufen jetzt die Beratungen über den Entwurf der Tierversuchs-Richtlinie. Voraussichtlich Ende November 2009 wird der Ministerrat abstimmen. Auch das EU-Parlament wird sich zum Entwurf äußern. 

Hier können Sie Ihre Stimme für die Tiere an die EU-Parlamentarier abgeben. Eine einmalige Chance, auf politischer Ebene eine Änderung für die Tiere herbeizuführen. Seien Sie dabei.

 

 

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